TopTen Geschichten

Platz 1:

Wir sind Fit am Ball
(veröffentlicht vom user 'atts')
So kann sich ein Lehrer irren...

Nach langer Zeit des Wartens war es am 4.4.08 endlich so weit - wir durften mit unserer ganzen Klasse für Fit am Ball starten. Eine Etappe von 15,5 Km lag vor der 5.6 der Fritz-Winter-Gesamtschule Ahlen. Alle waren gespannt und aufgeregt, ob es gelingen würde mit allen Kindern die gesamte Strecke zu absolvieren. Deshalb hatte ich als Lehrer auch entschieden die Strecke eher zu gehen, als zu laufen. Doch da hatte ich die Rechnung ohne die Kinder gemacht: Kaum war der Startschuss gefallen, schoss die gesamte Klasse in zügigem Tempo gen Ziel. "Naja" dachte ich "die werden schon nach wenigen Metern wieder gehen", aber da lag ich völlig falsch. Und so musste ich praktisch die gesamte Strecke hindurch versuchen das Tempo zu bremsen, um nicht viel zu früh am Übergabeplatz für die nächste Gruppe zu sein. Dies gelang aber nur sehr eingeschränkt, sodass wir am Übergabepunkt noch 45 Minuten auf die nächste Gruppe warten mussten.

Wenn wir nicht Fit am Ball sind - wer dann? 

 

Platz 2:

Das imaginäre Raab-Mobil
(veröffentlicht vom user 'fab-piloten')

Etappen 101 und 102: Nachholspiel vom 1. April…

Da muss ich mal echt sagen: Hans Raatz, Lehrer der Schule an der Dellbrücker Hauptstraße aus Köln, wurde mir wirklich zum Verhängnis. Oder viel mehr seine Mailbox: Der gute Mann meldet sich nämlich mit „Hans Raatz mobil“, woraus mein von 50 Tagen Fit am Ball 3000 gebeuteltes Ohr „…Raab-Mobil…“ machte…Kurz bevor Sandy und ich uns mit den Kindern der Albert-Schweitzer-Schule auf den Weg zur Commerzbank Arena machten, teilte ich der Crew noch kurz folgendes mit: „Also, da war noch ein Anruf in Abwesenheit auf dem FaB-Handy. Habe zurück gerufen und da war irgendwie das Raab-Mobil dran…“, sprach’s, wünschte einen schönen Tag und schwang sich in die Pedale. Was ich nicht ahnen konnte, war, dass die Jungs das so witzig, oder vielleicht eher doof fanden, dass sie meinten, ich gehörte gestraft und so wurden wir mitten im April gehörig aufs Glatteis geführt.Ungefähr zehn Minuten, nachdem wir losgefahren waren nämlich, klingelte Sandras Telefon und Ole teilte mit, es sei tatsächlich das Raab-Mobil am Telefon gewesen. Stefan Raab höchst persönlich sei auf die roten Mützchen aufmerksam geworden und käme nun samt Okulele (Hawaii-Gitarre) an unser Etappenziel, das Frankfurter Stadion, um uns zum Gegenstand seiner Sendung TV Total zu machen. Wir nichts ahnend uns erst mal um die allerwichtigsten Dinge Gedanken gemacht: Sitzt die Frisur, wie gut ist die Maske vor Ort, und wenn wir wirklich am Montag ins Studio müssen („Wie, singen?!“) !!!,  was machen wir Spektakuläres mit den Kindern, haben die Jungs beim Einkaufen an Müllbeutel gedacht… (einmal FaB-Pilot, immer FaB-Pilot) und dann begann die Vorbereitung: Die Kinder waren im Gegensatz zu uns Füchse, bemerkte doch für zwei Stunden alle zwei Minuten eines der Dribbelweltrekordler, dass dies doch sicher nur ein Scherz sei. „Neeeeeeein“, tönten Sandy und ich unisono, hatten wir doch an die hundert Mal mit Orlando und Torde telefoniert und dann noch eine SMS von unserem Projektleiter Mathias (der natürlich eingeweiht war) erhalten, die uns glaubhaft versicherte, dass das alles mit rechten Dingen zugehe… Denkste.Kurz vorm Stadion hatten wir bereits eine Top-Choreographie mit den Kindern ausgearbeitet, begleitet von gröhligen Schlachtgesängen, weil fürs Fernsehen muss man ja immer ein bisschen mehr machen, wussten wir alten „Medienhasen“… Als Orlando dann das letzte Mal durchklingelte, um uns zu instruieren (man teilte uns mit, wir müssten auf die weißen Zelte zufahren, die im Übrigen zu einem Fußballturnier gehörten, was wir ja aber nicht wissen konnten…), liefen wir mit geschwollener Brust und siegessicher wie Hannibal vor der Alpenüberquerung pitschnass aber total cool ins Ziel ein. Die Kinder blieben, wo sie hingehörten, und wurden kurz hinter unserem Zielbogen eingeweiht, dass die beiden FaB-Mädels gehörig auf die Schippe genommen wurden, während Sandy und ich lässigerweise auf die o.g. weißen Zelte zurollten…vielleicht hätte uns Tordes laufende Kamera stutzig machen müssen; zumindest aber das breite Grinsen, das, hätte er keine Ohren gehabt, wahrscheinlich ein Mal um den kompletten Kopf gewandert wäre (in dem stand Orlando ihm übrigens in nichts nach)… aber wie wir so sind: wir ließen uns nicht beirren und erst, als wir fast von einer Horde Cheerleader umgerannt wurden, von denen keine auch nur annähernd wie Stefan Raab aussah (wobei eine vielleicht für Eltons kleine Schwester hätte durchgehen können ;), dämmerte es uns langsam, dass man uns wohl einen fiesen Streich gespielt hatte.Nun denn, Ihr alle, inklusive der Kinder, der Lehrer und der sich immer noch vor Lachen krümmenden FaB-Kollegen, hatten alle außer Sandy und Cindy ihren Spaß, aber eins muss auch klar sein: Die Rache wird folgen. Ob nun in Form von rosa Joggingpeitschen für die Jungs oder einer anderen Schweinerei wird sich zeigen, aber der Tag wird kommen. An dieser Stelle sei auf jeden Fall Hans Raatz ein herzlicher Dank gesagt, wegen dessen Mailbox-Ansage Sandy und ich für locker vier Stunden Hans Wurst des Tages waren.P.S.: …aber sagt unserem Psychologen, dass wir trotzdem noch keinen Streit hatten und auch wenn manchmal einer zankt, haben wir uns doch alle noch lieb J
 

Platz 3:

Bergfest nach 100 Etappen
(veröffentlicht vom user 'fab-piloten')

Zeit für eine Oscar-reife Dankesrede

Etappen 99 und 100 !!! Das Kinn bebt, die Tränen schwappen aus den glasigen Augen, alle fallen sich um Fassung ringend in die Arme… das kann entweder nur bedeuten, dass der FC Köln den Aufstieg schafft, oder (und das stimmt jetzt wirklich: ) wir feiern Bergfest! Nach sensationeller Vorarbeit der Grundschule Gödenroth (aka Dribbelbande), die mit 14 Kindern gemeinsam die gesamte Strecke von 17,7 km von Schierstein nach Falkenberg an Rhein und Main entlang dribbelte, kam der Kreisrealschule Bad Orb die würdevolle Aufgabe zuteil, die Etappe 100 (in Worten: einhundert!) zu übernehmen und dies geschah in absolut vorbildlicher und würdiger Manier: Als Orlando und ich im Ziel einliefen, unsere Kinder aus Gödenroth im Entenmarsch, staunten wir nicht schlecht, als wir von einer höchst professionellen Cheerleader-Truppe empfangen wurden. Flankiert wurde der Zieleinlauf zudem von einer im Spalier stehenden Kinderherde, die so laut applaudierten, dass es uns fast die Trommelfelle wegpustete. Vielleicht wurde das Ganze aber auch durch den Umstand unterstützt, dass Sandy und Torde endlich mal die alten Batterien im Megaphon ausgetauscht hatten JSchon auf dem Bonifazius-Weg übten Orlando und ich uns in nostalgischen Geschichten aus den letzten (gefühlten 857 aber in echt) 50 Tagen erzählen und uns fiel auf, dass, fände alles denkwürdige Berücksichtigung, sich wohl Gesprächsstoff böte, bis wir alle 100 Jahre sind und noch länger. Und eigentlich hätte uns auch einfach ein Kamera-Team nonstop begleiten müssen, so richtig „Big Brother“-mäßig, denn auch wenn es uns niemand glaubt, bei uns ist noch alles prima und wir verstehen uns tip top und haben vor allen Dingen eine Menge Spaß gehabt bisher. Sprich: kein Abbruch wegen Lagerkoller in Sicht! Schon gar nicht glauben wird uns der uns zugeteilte Psychologe, der, wenn alle Patienten so wenig, ja eigentlich keinen Kummer hätten, wie wir, sich wohl mal Gedanken über eine Schreinerlehre machen müsste…
All das in Worte zu fassen, was uns in den letzten 50 Tagen auf den letzten 100 Etappen bewegt, gefreut, zum Lachen oder (vor Freude) zum Weinen gebracht hat, würde jeden Rahmen sprengen, deswegen haben wir uns heute darauf verständigt, einfach ein riesengroßes Dankeschön an alle Beteiligten loszuwerden. Angefangen bei den Weltmeistern von heute, die diesen Tag würdevoll mit uns begangen haben, über alle Kinder bisher, die ihre Sache fantastisch gemacht haben. Natürlich wäre das nie geglückt ohne die FaBulöse Unterstützung all der engagierten Lehrer, die oftmals ihre Freizeit geopfert haben, um all die logistische Vorarbeit zu leisten, Wege auszutüfteln, Eltern zu informieren, ihre Kinder auf die zu bewältigenden Kilometer vorzubereiten, bergauf, bergab, rechts, links, rein, raus… und auch nicht ohne die Eltern, ohne die es die Kinder ja schon mal gar nicht gegeben hätte, die sich aber auch großartig in all den neuen Berufsfeldern bewiesen, die von Nöten wurden: da waren Chauffeure und Chauffeusen, (fliegende, z. T. mit laufende) Versorgungsstationen, Pausenclowns, um die Kinder noch mal für die letzten 14 km zu motivieren, Krankenschwestern und –pfleger für physische und psychische Belange… Danke an all diejenigen, die zur Unterstützung mit reisten, obwohl sie gar nicht mitdribbelten (gerade kommt mir eine musizierende Schulklasse der GS am Insulaner in Berlin in den Kopf…) und dann natürlich auch all denjenigen, die das Projekt überhaupt möglich gemacht haben: den Organisatoren von der Deutschen Sporthochschule in Köln, der Firma Intersnack in Köln, die das nötige Kleingeld für ein solch übersichtliches, kleines, mit links zu meisterndes Projekt lieferten (kurz: das alles hier von A-Z bezahlen!), den Schulen generell für ihre Kooperation, den prominenten Paten, die uns mit ihren Besuchen an der Strecke beehrt haben, allen, die uns mit kleinen und großen Aufmerksamkeiten eine Freude gemacht haben (Kuchen, Rucksäcken, Getränken aus der Nürburgquelle) und ich sag mal an dieser Stelle: besonders danke ich meinen FaB-Kollegen Sandy, Torde und Orlando. Und sie danken mir, soll ich sagen.
Herrje, jetzt fühle ich mich so, wie die Stars, wenn sie einen Oscar bekommen haben und bei der Dankesrede aus Prinzip jemanden vergessen… Also, danke uns, danke Euch, danke allen für alles. Weiter so. Und auch Gott und unseren Familien und wir grüßen alle, die wir kennen.So. Und jetzt lassen wir erstmal intern die Korken knallen… Prost! Eure Crew
 

Platz 4:

Hurra, wir haben es geschafft (3.3.08)
(veröffentlicht vom user 'nadja')

Eine Herausforderung, die alle bestanden haben

Als ich heute Morgen das Schulhaus betreten habe, war ich mir ehrlich gesagt nicht ganz sicher, ob auch alle meiner Schüler der 3 wieder für den Unterricht gerüstet waren. Zum Glück ergab die Krankheit einer Kollegen den glücklichen Umstand, dass alle Kinder etwas länger ausschlafen konnten und erst um 9 Uhr begannen.

Der gestrige Tag war grandios. Am Samstag zuvor kamen mir das erste mal Zweifel, ob wir uns mit der Übernahme von gleich zwei Strecken die Kinder nicht doch etwas überfordern. Aber jetzt galt kein Jammern mehr, es gab kein Zurück. Und es hat sich gelohnt!

Die Vorbereitung in Köln, die Jungen Leute der Begleitung waren prima und in meiner Klasse selbst haben alle mitgezogen. Der uns begleitende Bus der Dresdner Firma Fehmann hat sich ebenfall gut auf die Kiddis eingestellt.

 Wir waren pünktlich am Start, die vorhergelaufene Schule übergab uns den Ball sogar noch und dann ging es los. Alle Kinder waren an mehreren Teilstrecken beteiligt, die wir je nach "Busparkgelegenheit" in Teile zwischen 2 - 5 km eingeteilt haben. Im Bus selbst haben Eltern für ein wohliges Ambiente gesorgt oder sie sind auf Teilstrecken sogar mitgelaufen. Nur ein wenig Nieselregen und nicht allzu viel Kälte ließ den Lauf sogar angenehm erscheinen. Trotzdem haben wir irgendwann das Ziel herbeigesehnt und haben gefeiert, als es geschafft war.

Ich bin aber immer wieder überrascht, wie schnell sich die Kinder erholen. Schon am Ziel konnten sie wieder toben, im Bus schliefen eher die Erwachsenen.

Zum Schluss möchten wir Dank sagen den  Organisatoren, viel Erfolg auf den weiteren Strecken und viel Durchhaltevermögen.

 Grundschule Radebeul Naundorf

 

Platz 5:

Meisterhafte Aussichten - RHEIN - MAIN - DEIN Weltrekord
(veröffentlicht vom user 'dribbelakrobat')
Eindrücke, die Lust auf mehr gemacht haben!

Meisterhafte Aussichten durch die Faszination Fussball bei unserer Dribbelbande, den 8 - 10-jährigen Schülern aus der 3. und 4. Klasse der Grundschule Gödenroth im Hunsrück. Keiner ähnlichen Herausforderung hatten sie sich bisher jemals gestellt. Endlich, nach 8 Wochen der Vorbereitung und 100 gemeinsam gelaufenen Kilometern, war es endlich soweit. Ein Gebiet, das viele Schüler und Dribbelhelden bisher nur vom Hörensagen kannten, wurde nach 90 km mit dem Auto erreicht. Wir befinden uns im Jahr 2008 n. Chr., dem 18. Tag im April und dem 50. Tag von insgesamt 100 Tagen innerhalb dessen ein meisterhafter Weltrekord mit dem Ball am Fuß erreicht werden soll. Startpunkt für die 99. von insgesamt 200 Etappen war das Hafenbecken in Wiesbaden am Rhein, so stand es geschrieben. Es folgte eine Schar von 14 Auserwählten den historischen Spuren des heiligen Bonifatius - einem Pilger, dem diese 14 Kinder alle Ehre machen sollten.

Das Ziel war klar: WIR SCHAFFEN DAS – AUCH DU KANNST WELTMEISTER WERDEN! Jeder Einzelne war die Verbindung zum Ziel - was für ein Gefühl! Jeder entwickelte sich im Laufe des Laufens zum Katalysator und spannte den Bogen zu sich selbst und zu seinen Mitläufern. Es gab tolle Momente mit tollen Aussichten entlang von Rhein und Main. Und je mehr zurückkam, desto größer wurde die gemeinsame Lauffreude – für alle! Beste Voraussetzung, gemeinsam das Ziel zu erreichen.

2,5 Stunden dauerte der Dribbellauf und den Kindern blieben 3 kurze Stationen um sich mit Getränken und Obst wieder zu stärken, die einige Eltern mit „Hunsrück-Marathon“ Erfahrung vorbereitet hatten. Alle 14 Kinder hatten es geschafft und damit ein Zeichen gesetzt. Ein Zeichen, an dem sie das Klare, das Echte, die Freude am Laufen entdeckt haben; mit vielfältigem Entwicklungspotential für weitere Herausforderungen in der Zukunft.

Jeder Teilnehmer hat erfahren, wie es ist, wenn er sich mit anderen und in seiner „Innenwelt“ bewegt. Er hat gespürt, wie sich Bewegung in seinem ursprünglichsten Zustand anfühlt. Bewegung und das Spiel mit den Sinnen und dem Ball wurde hier zum kostbarsten Gut durch die Möglichkeiten der gegenseitigen Unterstützung. Zwischen spannenden Momenten und nahtlosem Übergang zum nächsten Team entstanden bewegende Herausforderungen mit neuen Wegen zu unbeschreiblichen Oasen der persönlichen Entwicklung.


Dann endlich, nach 18 unendlichen Kilometern - das Ziel. Hier wirkten die Kräfte neu, gaben Impulse, entregelten die Sinne, übernahmen die Rolle der Gewissheit, denn da standen mit tosendem Applaus und einer tollen Cheerleader Performance, die neuen Dribbelhelden aus Bad Orb. Losgelöst vom Geist der physischen Kraft, sich dem universellen annähernd, entwickelte sich eine neue Einzigartigkeit – plötzlich wollten alle noch ein Stück mit den anderen Schülern weiterlaufen.


Oder doch lieber wieder Aussteigen, Loslassen ins Grenzenlose, wieder Einkehren und zur Ruhe kommen? Sich an dem Erreichten erfreuen, seinen Freunden auf die Schulter klopfen, Abklatschen, jeder fühlt sich bewegt, erfrischt, mental motiviert. Jetzt kann die nächste Herausforderung beginnen! Wir danken allen Beteiligten für dieses tolle Fußball-Abenteuer.

http://www.dribbelbande.de und die Grundschule Gödenroth

 

Platz 6:

Königsblau oder Schwarz-Gelb? Hauptsache Fußball...
(veröffentlicht vom user 'fab-piloten')

Mein lieber Scholli, da ist man einmal kurz weg, um eine Grippe auszukurieren, regnet es Highlights! Gerade auf Schalke angekommen, wo ich den Jungs jetzt wieder mit Rat und Tat, Bizeps und Kochlöffel, Megaphon und Putzlappen zur Seite stehe, frag ich so: „Und?“ Heißt es: „Sag’ doch erstmal Olaf Thon ‚guten Tag’!“ … Ja, gut, habe ich gemacht, und war dann erstmal abgelenkt. Was für ein Glück für die Kinder von der Paul-Gerhardt-Schule aus Oer-Erkenschwick. Das heutige Etappenziel (Veltins-Arena) brachte ihnen nicht nur eine Top-Stadionführung , sondern zusätzlich noch ein Schalke-Fan-Paket ein, mit original unterschriebenem Mannschaftsposter, Schalke-Terminkalender und vielem mehr. Da alle auch Fans der Königsblauen waren - zumindest befahl das laufende Kollektiv einer jungen Hundebesitzerin am Streckenrand, ihrem Hund SOFORT das schwarz-gelbe Halsband auszuziehen - war das dann natürlich wie Weihnachten und Geburtstag zusammen. Aber apropos schwarz-gelb: Borussia Dortmund zeigte sich auch als guter Gastgeber und gestattete einigen Kindern der Gesamtschule Dortmund Gartenstadt ein Photo vor der „“Gelben Wand“, schickte Ex-Profi Knut Reinhardt vorbei, um mal einen schönen Tag zu wünschen, und ließ die weltmeisterlichen Dribbler ein bisschen über ihre Erlebnisse als Teil von „Fit am Ball 3000“ plaudern; und das vor dem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen! Wir fanden beides großartig und freuen uns sehr, dass den Kindern mit den lauthals pochenden Fußballherzen im Ruhrgebiet soviel Gastfreundschaft entgegen kommt, und ihnen solche schönen Erfahrungen gegönnt wurden. „Ja, und sonst, Ole?“ „Och“, sagt er „der Wasserturm in Castrop-Rauxel wurde gesprengt, das konnte man sehen während der Etappe… Und wir wurden während der ersten Etappe heute königlich verwöhnt mit belegten Baguettes von Unterstützern der Gesamtschule Wanne-Eickel.“ „Ah ja“, sag ich und denk’ mir: Bevor ich dieses Action-FaB-Mobil noch mal verlasse, muss schon was mehr passieren als eine mickrige Erkältung… regenerierte Grüße, Anne

 

Platz 7:

Bergtrikot wird überbewertet
(veröffentlicht vom user 'fab-piloten')

Im Gegensatz zu Norbert Noll, dem Lehrer des St. Anno Gymnasiums aus Siegburg, der sich bereits die ein oder andere Tour de France Etappe aus der Hüfte geschüttelt hat und seinen mitgebrachten Kindern aus der 5. und 6. Klasse o.g. Schule, bin ich einfach nicht gemacht für die Bergwertung. Wenn es schööön flach am Rhein entlang geht, wo man außer geradeaus nicht viel zu beachten hat, bin ich dabei, aber innerhalb von 6 km auf ca. 300 Höhenmeter zu kommen, hinter jeder Kurve das Bergab ersehnend und den Tränen nahe, wenn es doch noch höher geht, und höher, und noch höher... Nee, das ist nix. Nun gut, wenn die Insassen des Begleitfahrzeugs, das hinter der Truppe her fuhr, die heute von Kammerburg nach Hallgarten dribbelte, dann irgendwann fragen, ob sie einen (also, mich!) mit dem Auto mitnehmen sollten, da packte mich ja schon noch mal der Ehrgeiz, aber irgendwann war auch dieser nicht mehr Motor genug, mich auf dem Sattel zum zweiten internen Wechselpunkt zu halten. Bei dem Affenzahn, den die Jungs da aufs Parkett gelegt haben, konnte ich außer Schnappatmung, Kreislauf und „Körper“ generell nichts mehr fühlen und war einfach nur noch heilfroh, als ich schließlich schiebenderweise und mit Kreislaufdreieck im Gesicht unter Anfeuerungsrufen des St. Anno Gymnasiums und mitleidigen Blicken an der ersten (...) Spitze ankam. Gott sei Dank steht mir gepunktet eh nicht so gut J

Nun denn, es war noch nicht getan, denn immerhin erreichten wir mit dieser Etappe knapp 500 Höhenmeter (für mich war das schon ein Höhentraining unter erschwerten Bedingungen...), aber bei der bombastischen Motivation der Kinder, Lehrer und Eltern blieb gar nicht viel Zeit, sich den körperlichen Wehwehchen zuzuwenden und wo man hoch kommt, muss man ja auch irgendwann Gott sei Dank wieder runter und diesmal fuhr ich vorneweg und konnte immerhin das grüne Trikot für die Sprintwertung absahnen. Oder war das doch meine Gesichtsfarbe gewesen? Ein Blick reichte jedenfalls aus, um Sandra unmissverständlich klar zu machen, dass sie nun die nächste Etappe mit der Burgwaldschule nach Schierstein begleiten musste. Ich glaube, Orlando hat nur auch mit Torde getauscht, damit ich mich nicht ganz so allein fühle mit meiner körperlichen Un-Fitness.

Wie gesagt, die Burgwaldschule aus dem Sauerland übernahm also die nächste Etappe und es waren insgesamt 29 Kinder, die sich über das diesmal doch deutlich flachere Stück schlängelten. Damit es nicht langweilig wurde, brachten die Kinder noch zusätzlich zig Bälle aus zig Sportarten mit; so wurden Basketbälle, Volleybälle u.v.m. von einer bunten Kinderschar auf verschiedenste Arten und Weisen vorwärts bewegt. Was man sehen konnte: Die Meute hatte verdammt Spaß, unter anderem natürlich dank Nico, der aufgrund seiner gesanglichen Darbietungen für Stimmung sorgte (nicht zu vergessen seine lockeren Sprüche: „Ich hätte lieber Dich als einen Apfel geschenkt bekommen!“, oder: „Wir werden uns wiedersehen, wenn mein erstes Video draußen ist, baby!“ J Anm. Anne: Dank Dir fühle ich mich 10 Jahre jünger).
Torde-Tordellini, Orlando, Sandy und Trucker-Cindy bedanken sich für einen sehr bunten, sehr tollen, sehr lustigen und sehr gut gelaunten Tag mit Euch und natürlich den Top-Athleten von St. Anno! Wir sehen uns wieder, wenn wir unser Video draußen haben...

Gruß,
Anne

 

Platz 8:

Fit am Ball zu Gast bei Freunden
(veröffentlicht vom user 'fab-piloten')

Heute schoss uns die Dankbarkeit aus allen Richtungen entgegen. An die Euphorie von unserem gestrigen „weltmeisterlichen“ Empfang in Hameln wurde nahtlos angeknüpft und wir durften bei Kaiserwetter zwei weitere Etappen als grandios gemeistert verbuchen.

Vom Pferdehof in Hameln, wo uns der Bürgermeister Herbert Rode ein weiteres Mal FaBulös unterstützte (zum Weihnachtsmarkt sind wir wieder da, versprochen! Und vielen Dank für die Einladung!) ging es zunächst mit der Schule Tündern nach Egge. Ziel der 61. Etappe war der Parkplatz des Gasthauses „Zum Specht“, wo man uns nicht nur von Seiten des Gasthauses sondern auch seitens der Mütter der angehenden Dribbel-Weltmeister toll unterstützte. Das dort aufgebaute Buffet hatte definitiv 3-Sterne-Charakter und war mehr als ausreichend für die immerhin 66 (!) Kinder, die sich über Stock und Stein und eine Menge Berge ihren Weg zum geplanten Endpunkt bahnten. Ein bisschen nostalgisch hingen wir gedanklich noch am Norden, wo es ja außer vielleicht mal einer Grundstücksauffahrt nichts gibt an Steigung, aber wie gesagt, bei der uns entgegen gebrachten Unterstützung, Herzlichkeit und Euphorie war jede Schweißperle ein gern gebrachtes Opfer. Ich hab’ gut reden, immerhin mussten Torsten und Ole den ganzen Tag radeln J. Den Kindern schien die Bergetappe nicht das Geringste auszumachen, denn sie hatten immerhin noch Puste für ohrenbetäubende Schlachtrufe beim Zieleinlauf, wo wiederum 22 Läufer des Humboldt-Gymnasiums Bad Pyrmont eine zur Begrüßung der Vorgänger geprobte meterlange, von Trommelfell sprengenden Fangesängen begleitete, Laola aus der Lamäng (wie der Kölner sagt) zauberten.

Und wieder hatten wir prominenten Besuch: Das Humboldt Gymnasium hatte sich nämlich als unabhängige Zeugin keine Geringere als die eigene Bürgermeisterin, Frau Elke Christina Roeder, an Land gezogen, die ihre Aufgabe mit Bravour und sehr professionell meisterte – als hätte sie ihr Leben lang nichts anderes gemacht als Countdowns runter zu zählen, Startschüsse zu geben, Kinderscharen freundlich zu delegieren und eben Weltrekordversuche zu bezeugen. Ein herzliches Dankeschön noch mal von allen. Heute gab es im Übrigen nicht nur verbale Danksagungen, sondern sprachen Blumen für die Lehrer, Schokolade für uns FaB-Piloten und eine Menge anderer Dinge dieselbe Sprache. Zu unserem persönlichen Helden erklären wir am heutigen Tag aber „jemanden“, den niemand von uns auf dem Schirm hatte. Auf der Suche nach einem geeigneten Campingplatz und, viel wichtiger, einem angemessenen Übergabepunkt (immerhin hat sich für morgen der WDR in Film- und Hörfunktechnischer Form angekündigt), passierten wir den Sportplatz des TUS Humfeld. Es dauerte in etwa 10 Minuten und meine bessere Hälfte Sandra kam mit folgenden Informationen angedüst: 1. Übergabe morgen direkt auf dem Sportplatz und 2. „Ihr könnt doch auch direkt auf dem Gelände campieren! Hier habt Ihr Strom, Duschen, WC, Fernsehen, Küche und alles, was Ihr braucht!“ Das ist schon ein bisschen wie Weihnachten, wenn man jeden Tag mindestens 20 km von der Etappe weg „absteigen“ muss und sich somit die wertvolle Schlafzeit um ein Wesentliches verkürzt . Es gab Getränke aufs Haus (danke, Horst und Co.), interessierte, unglaublich freundliche und hilfsbereite Clubmitglieder, mit denen wir ein Pläuschchen hielten und wie oben erwähnt: Schlafplatz und vor allen Dingen Platz! Günni ist toll, aber kochen in einer richtigen Küche ist nach dem ersten Monat auch mal wieder eine ganz neue, tolle Erfahrung. Während Sandra nun das Essen in der Clubheim-Küche zubereitet und ich diese Zeilen schreibe, sind Orlando und Törtchen bei einem weiteren in unseren Augen Goldmedaillen-Gewinner: ein aufmerksamer Vater eines der Kinder des Humboldt-Gymnasiums, bringt in diesem Augenblick unsere Fahrräder in seiner Werkstatt auf Vordermann, auf dass wir auch die nächsten Etappen heile und sicher meistern können, denn herrje, NRW, wir sind wieder da und Alpen, wir kommen. Wie gesagt, die Überschrift sagt eigentlich alles: Heute waren wir so was von zu Gast bei Freunden. Ein herzliches Dankeschön an alle, die den heutigen Tag mitgestaltet haben und uns ehrlich das Gefühl vermittelt haben, als wären wir bei Muttern…

 

Platz 9:

Zu Gast bei Freunden...
(veröffentlicht vom user 'fab-piloten')
Etappen 107 und 108: mal wieder Zeit für ein Danke! Und zwar den Schulen, die die heutigen Etappen übernommen haben. Das waren die Kerschensteiner-Grundschule und die Albrecht-Dürer-Schule, die uns nämlich auf der Suche nach einem umliegenden Campingplatz (ein sich täglich wiederholendes Glücksspiel…) enorm und brüderlich zur Seite standen. Wir leben wohl den Traum, den ein jedes Schulkind mindestens einmal in seiner mehr oder minder erfolgreichen Laufbahn geträumt hat: wir übernachten in der Schule. Und das schon die zweite Nacht! Herr Bonnkirch von der Kerschensteiner Grundschule machte gestern in Sachen Gastfreundschaft den Anfang und auch gleich den ersten Platz. Die Schule, die schon zwei Mal den 2. Platz bei Fit am Ball-Turnieren in Magdeburg und Köln machte, fackelte nicht lange und überließ uns für eine Nacht die komplette Schule. Naja, zumindest den Schlüssel für Duschmöglichkeiten und Stromanschlüssen, was für uns nach der vorherigen Nacht schon enormen Luxus bedeutete. So macht man das eben in einer Herde. Dazu muss man sagen, dass die nicht nur nett sind, sondern auch wahnsinnig gut organisiert und vorbereitet: vor allem Frau Karlin ist es zu verdanken, dass insgesamt 80 Kinder völlig problemlos, in ca. 17 Etappen aufgeteilt, geschmeidig und pünktlich ins Ziel einliefen, zumindest deren Nachhut, immerhin noch (ich glaube) zehn Kinder stark. Bei so vielen Dribblern, kann einem schon mal schwindelig werden und man verliert den Überblick. Das dies alles so weltmeisterlich vonstatten ging, war allerdings nur möglich durch akribische Vorarbeit, die einer logistischen Meisterleistung gleichkam und einige Wochen Gedankenzauber erfordert hat, wie mir Frau Karlin berichtete. Von Eltern delegieren über Zettel für die Dribbelkinder in der Schule aufhängen bis hin zu Probeläufen u.v.m. Aber: es hat sich gelohnt, das fanden alle: die Kinder, die Eltern, die Lehrer und die ganze Schule. Wir FaB-Piloten übrigens vorneweg. Und da heute irgendwie alle einen guten Tag hatten, ging die Glückssträhne weiter, denn auch die zweite Schule (Albrecht Dürer), lud uns kurzerhand ein, unser FaB-Mobil neben der Kletterwand zu parken. Der Hausmeister Michael Brod hat uns ein paradiesisches, muckelig warmes Nest bereitet, in das wir uns nun nach einem erneut erfolgreich zu Ende gebrachten Tag, gerne niederlassen. Morgen geht’s um 10 Uhr weiter, was eigentlich für unsere Verhältnisse schon wirklich Urlaub in Form von Ausschlafen bedeutet hätte, allerdings, da wir mitten auf dem Schulhof stehen, werden wir wohl spätestens um 7.43 Uhr von einer das FaB-Mobil schüttelnden Kinderhorde geweckt werden, daher und weil wir’s eh gewohnt sind, klingelt der Wecker eben wieder früh. Aber Schlaf wird ja auch ohnehin überbewertet…Mittlerweile ist es 23.34 Uhr, ich werde mich jetzt auch aufmachen zum Kinder –äh- Schäfchenzählen und in Gedanken wohl dem ein oder anderen erzählen, wofür der Torwart da ist… Gute Nacht und bis morgen!
 

Platz 10:

Etappe 7 und 8
(veröffentlicht vom user 'fab-piloten')
Etappen 7 und 8: Tour de Radebeul
Die heutigen Etappen verliefen ganz im Stile der bekannten Tour durch Frankreich: Nach dem Massenstart setzten sich kleinere Ausreißergruppen ab, die aber vom Hauptfeld schnell wieder geschluckt wurden.Nach diversen Sprintwertungen und vergebenen Bergpunkten kam man einigermaßen geschlossen  nach Marzahna, wo die Verpflegungsstation in Form der Mazahnaer Dorfgaststätte ihre Athleten legal mit Spaghetti Bolognese dopte. Diese taten ihr übriges und verhalfen den 30 Kindern der GS Radebeul-Naundorf zum Sieg der als schwierig geltenden 38 km langen Etappe.Nachdem das Hauptfeld es sich auch nach Erreichen der Zielgeraden nicht nehmen ließ, die Hügel zum exzessiven und von lautem Lachen begleiteten Ausrollen zu nutzen, sich in minutenlangem Ballhochhalten, Herumtollen und diversen anderen Tätigkeiten zu üben, entschieden sich die Kampfrichter zu einem erneuten Bluttest wegen Doping-Verdachts. Schnell stellte sich allerdings heraus, dass es sich um die legale Substanz „Muttis Waffeln“ in Verbindung mit Zwergentee au citron handelte, sowie einer gesunden Portion Eigen-guter-Laune JBesondere Zwischenfälle gab es zuhauf: Neben der gelbes-Trikot-verdächtigen sportlichen Leistung der Kinder gab es eine „junge“ Dame, die es sich nicht nehmen lassen wollte, ihren 61., pardon, 49. (plus ein paar) Geburtstag zu feiern. Wir honorieren diese Entscheidung und das Geburtstagskind mit dem FaB-Trikot für außergewöhnliche Leistungen und wünschen von hier aus noch einmal alles erdenklich Gute. Bleibt zu hoffen, dass der vielseitige Einsatz auch tatsächlich mit einem Eintrag ins Guinness-Buch belohnt wird. Au revoir et á démain!
 

Am 7. Juni 2008 kommt „Fit am Ball 3000“ im Ziel in Basel an. Davor gibt es aber noch jede Menge interessanter Etappen, eine Übersicht über alle Etappen findest Du hier





Im Videotrailer von „Fit am Ball 3000” wird Dir der Dribbel-Weltrekord vorgestellt.