Pressemeldungen

 
 
 

10.000 Schüler dribbelten über 3.000 Kilometer in 100 Tagen
Dribbel-Weltrekord geschafft: Schweizer und Liechtensteiner feiern  „Fit am Ball 3000“ bei Eröffnung der Fußball-EM!

7. Juni 2008.-Der neue Weltrekord im Fußball dribbeln – er ist tatsächlich geschafft! Kinder der Schneckental-Grundschule aus dem badischen Weinort Pfaffenweiler spielten am 7. Juni um 13.34 Uhr den Ball durchs Zieltor am Tinguely-Brunnen in Basel. Das 100-Tage-Projekt „Fit am Ball 3000 – Der Dribbel-Weltrekord von funny-frisch“ von der Deutschen Sporthochschule Köln ist damit geglückt! Am Ziel wurden die Kinder im EM-Pavillon des Fürstentums Liechtenstein von Offiziellen aus der Schweiz, Liechtenstein und Deutschland geehrt – stellvertretend für ihre 10.000 Mitspielerinnen und Mitspieler aus 200 Schulen. Der Liechtensteiner Sportminister Klaus Tschütscher: „Eine überwältigende Aktion, deren völkerverbindende Idee vorbildlich ist.“ – „Wir freuen uns sehr, dass dieses beispiellose Breitensport-Projekt Basel als Zielpunkt gewählt hat“, ergänzte der Basler OK-Chef Hanspeter Weisshaupt.
Exakt 3.067,8 Kilometer in 100 Tagen. Von Leipzig über Berlin nach Hamburg, über Hannover zum Ruhrgebiet, danach an Rhein, Main, Neckar und Donau entlang Richtung Süden. Zu den Alpen, zum Bodensee und in die Schweiz: Niemals zuvor wurde ein Ball gemäß Fußballregeln über eine solche Strecke bewegt! Jedes der rund 10.000 Kinder, die an der Rekord-Dribbel-Staffel teilnahmen, darf sich nun wie versprochen Weltmeister nennen. Guinness World Records belohnt das einmalige Breitensport-Spektakel mit einem offiziellen Eintrag ins Buch der Rekorde.

Der am 29. Februar in Leipzig gestartete Staffel-Lauf ist Teil von Deutschlands größtem Schulsport-Förderprojekt „Fit am Ball“, das die Deutsche Sporthochschule Köln unter Leitung von Prof. Jürgen Buschmann seit 2003 an rund 1.500 Schulen betreibt. Finanziert und unterstützt  wird die Aktion vom Kölner Kartoffelchips-Produzenten Intersnack („funny-frisch“, „Chio“) als sogenannte Corporate-Social-Responsibilty-Maßnahme. Ziel von „Fit am Ball“ ist die Prävention von Übergewicht im Kindesalter: durch pädagogische Direkthilfe in freiwilligen Sport-AGs, durch wissenschaftliche Forschung und durch öffentlichkeitsstarke Kampagnen für einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und viel Bewegung. Die aktuelle Aktion „Fit am Ball 3000“ wurde durch sozialpsychologische Forschungen des Frankfurter Soziologen Prof. Ulrich Oevermann angeregt: Nach dem Motto „Mitschüler werden zu Freunden“ standen bei der Dribbel-Staffel solidarische Freundschaftsgruppen im Fokus, die durch gemeinsame sportliche Erfolge einzelne benachteiligte Kinder stärken sollen.

Für „Fit am Ball 3000“ dribbelten 200 Schul-Teams jeweils rund 15 Kilometer lange Halbtagesetappen. Ein Team aus Sportstudenten, Gesundheitsexperten und Berichterstattern begleitete die 100tägige Reise durch Deutschland. Unabhängige Zeugen beurkundeten täglich den ordnungsgemäßen Ablauf des Rekordversuchs. Zwischenstationen waren alle zwölf WM-Stadien der Fußball-WM 2006. Von dort wurde symbolisch die Fußball-Begeisterung der vergangenen WM übernommen und am 27. Mai in Lindau am Bodensee an Kinder aus Österreich und der Schweiz - den Veranstaltern der kommenden Samstag startenden Fußball-EM - übergeben. Das Projekt wurde über eine tagesaktuelle website laufend dokumentiert – die Basis für ein im Frühherbst erscheinendes Buch und eine Videodokumentation zum Projekt.

 


4. Juni 2008: Presseeinladung
 
3.000 Kilometer in 97 Tagen – Ehrung am 7. Juni um 13.00 Uhr im Liechtenstein Pavillon in Basel
 
Schüler-Staffel „Fit am Ball 3000“ schafft kurz vor Eröffnung der Fußball-EM Dribbel-Weltrekord!
 
4. Juni 2008.-Der neue Weltrekord im Fußball dribbeln – er ist tatsächlich geschafft! Kinder der Schneckental-Grundschule aus dem badischen Weinort Pfaffenweiler überschritten am 4. Juni um 15.09 Uhr bei Dogern am Rhein zwischen Waldshut-Tiengen und Albbruck (Hochrhein) die magische 3.000-Kilometer-Grenze! Das 100-Tage-Projekt „Fit am Ball 3000 – Der Dribbel-Weltrekord von funny-frisch“ ist damit geglückt! Die offizielle Ehrung der acht- bis zwölfjährigen Weltrekordler findet am 7. Juni um 13.00 Uhr in Basel statt – im Liechtenstein-Pavillon auf dem Basler Theaterplatz, kurz vor der Eröffnung der Fußball-EM in der Schweiz und Österreich.
 
3.000 Kilometer in 100 Tagen. Von Leipzig über Berlin nach Hamburg, über Hannover zum Ruhrgebiet, danach an Rhein, Main, Neckar und Donau entlang Richtung Süden. Zu den Alpen, zum Bodensee und in die Schweiz: Niemals zuvor wurde ein Ball gemäß Fußballregeln über eine solche Strecke bewegt! Jedes der rund 10.000 Kinder, die an der Rekord-Dribbel-Staffel teilnahmen, darf sich nun wie versprochen Weltmeister nennen. Guinness World Records belohnt das einmalige Breitensport-Spektakel mit einem offiziellen Eintrag ins Buch der Rekorde.
 
Der am 29. Februar in Leipzig gestartete Staffel-Lauf ist Teil von Deutschlands größtem Schulsport-Förderprojekt „Fit am Ball“, das die Deutsche Sporthochschule Köln unter Leitung von Prof. Jürgen Buschmann seit 2003 an rund 1.500 Schulen betreibt. Finanziert und unterstützt  wird die Aktion vom Kölner Kartoffelchips-Produzenten Intersnack („funny-frisch“, „Chio“) als sogenannte Corporate-Social-Responsibilty-Maßnahme. Ziel von „Fit am Ball“ ist die Prävention von Übergewicht im Kindesalter: durch pädagogische Direkthilfe in freiwilligen Sport-AGs, durch wissenschaftliche Forschung und durch öffentlichkeitsstarke Kampagnen für einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und viel Bewegung. Die aktuelle Aktion „Fit am Ball 3000“ wurde durch sozialpsychologische Forschungen des Frankfurter Soziologen Prof. Ulrich Oevermann angeregt: Nach dem Motto „Mitschüler werden zu Freunden“ standen bei der Dribbel-Staffel solidarische Freundschaftsgruppen im Fokus, die durch gemeinsame sportliche Erfolge einzelne benachteiligte Kinder stärken sollen.
 
Für „Fit am Ball 3000“ dribbelten 200 Schul-Teams jeweils rund 15 Kilometer lange Halbtagesetappen. Ein Team aus Sportstudenten, Gesundheitsexperten und Berichterstattern begleitete die 100tägige Reise durch Deutschland. Unabhängige Zeugen beurkundeten täglich den ordnungsgemäßen Ablauf des Rekordversuchs. Zwischenstationen waren alle zwölf WM-Stadien der Fußball-WM 2006. Von dort wurde symbolisch die Fußball-Begeisterung der vergangenen WM übernommen und am 27. Mai in Lindau am Bodensee an Kinder aus Österreich und der Schweiz - den Veranstaltern der kommenden Samstag startenden Fußball-EM - übergeben. Das Projekt wurde über eine tagesaktuelle Website laufend dokumentiert – die Basis für ein im Frühherbst erscheinendes Buch und eine Videodokumentation zum Projekt.
 
Am 7. Juni erreicht die Rekord-Staffel „Fit am Ball 3000“ ihren Zielpunkt Basel in Kooperation mit dem Fürstentum Liechtenstein und der gemeinnützigen Stiftung "Scort", knapp dreieinhalb Monate nach dem Start in Leipzig.
 
Zur Ehrung der Kinder um 13.30 Uhr auf der Fanmeile, im offiziellen Pavillon des Fürstentums Liechtenstein, sind alle Medienvertreter herzlich eingeladen. Es besteht die Möglichkeit zu Interviews, Film- und Fotoaufnahmen.

 


29. Februar 2008

100 Tage dribbeln zur Fußball-EM: Guinness-Weltrekordversuch –
„Fit am Ball 3000“ startet mit 10.000 Kindern am 29. Februar in Leipzig

Am 29. Februar startete die längste Dribbel-Staffel der Welt. Die Aktion mit dem Namen „Fit am Ball 3000“ soll im Vorfeld der Fußball-EM 100 Tage lang für mehr Schulsport und für einen aktiven Lebensstil werben. Dies gab die Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS) in Köln bekannt.

Bei „Fit am Ball 3000“ werden rund 10.000 Kinder in der Zeit vom 29. Februar bis zum 7. Juni 2008 einen Ball durch ganz Deutschland dribbeln – die Gesamtstrecke ist mehr als 3.000 Kilometer lang. Der von Guinness World Records zertifizierte Weltrekordversuch startet in Leipzig und endet am Tag des Eröffnungsspiels der Fußball-EM 2008 in Basel. „Wer regelmäßig in der Gruppe Sport treibt, bleibt fit, pflegt Freundschaften und hat insgesamt mehr Freude am Leben“, erklärte DSHS-Dozent Prof. Dr. Jürgen Buschmann als die grundlegende Idee dieser Gesundheits-Kampagne: „Wir wollen die Euphorie vor der Fußball-EM nutzen, um so möglichst viele Menschen mit dieser Botschaft zu erreichen.“

Die Kampagne „Fit am Ball 3000“ ist Teil des wissenschaftlichen Projektes „Fit am Ball – Der Schul-Cup von funny-frisch“, mit dem die Sporthochschule Präventions-Möglichkeiten gegen Übergewicht von Kindern an über 1.500 Schulen umsetzt und erforscht. Finanziert werden Projekt und Kampagne schon seit 2003 vom größten deutschen Kartoffelchips-Produzenten Intersnack aus Köln. Intersnack-Geschäftsführer Dr. Werner Wolf: „Ausgangspunkt für unser Engagement waren öffentliche Angriffe von Interessengruppen gegen unsere Produkte. Heute ist wissenschaftlich gesichert, dass Faktoren wie Bewegungsmangel, Kontaktarmut und eine resignative Grundstimmung in der Familie bei Kindern zu Übergewicht führen – und dass die Ernährung nur eine untergeordnete Bedeutung besitzt. Wir unterstützen ‚Fit am Ball’ als unsere wichtigste Aktivität im Bereich Corporate Social Responsibility, weil das Projekt nachweislich positiv gegen Übergewicht wirkt.“

Zu „Fit am Ball 3000“ gehört ein fünfköpfiges Begleitteam, das die Aktion 100 Tage lang vor Ort praktisch umsetzen wird. Die zwei Studentinnen und drei Studenten der Deutschen Sporthochschule Köln wurden für ihren Einsatz  von Projektleiter Prof. Buschmann in einem speziellen Seminarprogramm trainiert. Die seelische Betreuung der Crew, die 100 Tage lang gemeinsam in einem Wohnmobil leben und durch Deutschland touren wird, hat der durch das TV-Format „Big Brother“ bekannt gewordene Kölner Diplom-Psychologe Ulrich M. Schmitz übernommen.

Während der 100 Tage wird die Crew auf der Internetseite www.fitamball3000.de eine täglich aktualisierte Internet-Doku produzieren: Kurzfilme, Fotos und Tagebuchtexte zu den Ereignissen an der Strecke (Launch-Termin: 29. Februar 2008). Um für „Fit am Ball 3000“ und mehr Sport in der Schule zu werben, sind in zahlreichen Städten und Dörfern kleinere und größere Events geplant, an denen auch prominente Unterstützer teilnehmen werden - darunter die Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln, Hamburger SV, Hannover 96 und Borussia Dortmund sowie Sport-Stars wie Otto Rehhagel, Bernd Schneider oder die Fußball-Weltmeisterinnen Steffi Jones und Sonja Fuss.


 

Starttermin: 29. Februar 2008, 9.00 Uhr, Vorplatz am Zentralstadion Leipzig


 

Kontakt, Detailinformationen und Fotos:
Deutsche Sporthochschule Köln
Projektbüro „Fit am Ball – Der Schul-Cup von funny-frisch“
Mathias Bellinghausen
Telefon: 0221 - 49 82 - 61 61
Mobil: 0170 - 202 17 52
Telefax: 0221 - 49 82 - 81 30
E-Mail: mb@fitamball3000.de

Intersnack Vertriebs GmbH
Corporate Social Responsibility
Harald Stoffels
Telefon: 0171 - 28 30 79 8
Telefax: 0221 - 48 94 20 4
E-Mail: hs@fitamball3000.de


 


 

Hier finden Sie vorhergehende Pressemeldungen:

26. Februar 2008: PM zum Start am 29.02.08 in Leipzig

20. Februar 2008: 7 Fragen an Projektleiter Prof. Dr. Jürgen Buschmann

15. Januar 2008: Flyer zur Ankündigung von "Fit am Ball 3000" mit Schirmherr Bernd Schneider

01. November 2007: Flyer zum Kick-off in Köln und Verleihung "365 Orte"

 


 

7 Fragen an Projektleiter Professor  Doktor Jürgen Buschmann,
Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS):


 

1) Warum „Fit am Ball 3000“?

Seit den Olympischen Spielen 1936 gibt es den Fackelstaffel-Lauf, bei dem eine vom griechischen Olympia mit der Kraft der Sonne entzündete Flamme zum jeweiligen Austragungsort der Spiele gebracht wird. Damit soll eine Verbindung zwischen der Idee der antiken Spiele mit den modernen Olympischen Spielen geschaffen werden. Im Fußball gibt es so etwas bisher noch nicht. Das fand ich immer schade. Denn Fußball-Großereignisse wie WM und EM werden heute weltweit genauso stark beachtet wie die Olympischen Spiele.


 

2) Warum braucht eine Großveranstaltung wie die Fußball-Europameisterschaft einen Staffel-Lauf?

Die völkerverbindenden Effekte, der internationale Austausch und die gemeinsame Euphorie und Begeisterung für den Sport war für uns in Deutschland 2006 überall spürbar. Davon werden viele begeisterte Besucher noch ihren Enkeln erzählen. Dieses kollektiv positive Erlebnis sollte auch Vorbild für die folgenden Veranstaltungen sein. Das wird mit dem Lauf, der den Spirit vom einen Austragungsort zum folgenden transportiert, symbolisch ausgedrückt. Wenn „Fit am Ball 3000“ ein Erfolg wird, werden wir einen weiteren Lauf zur Fußball-WM 2010 in Südafrika organisieren.


 

3) Wie ist die Idee zur Dribbel-Staffel entstanden?

Der Dribbel-Weltrekord „Fit am Ball 3000“ basiert auf dem mittlerweile größten deutschen Schulsport-Förderprogramm „Fit am Ball – Der Schul-Cup von funny-frisch“. „Fit am Ball“ wurde 2003 von der Deutschen Sporthochschule Köln und vom Kölner Kartoffelchips-Hersteller Intersnack als Sponsor gestartet, um etwas gegen das Übergewicht vieler Kinder und Jugendlicher zu tun. Heute haben wir schon über 50.000 Schülerinnen und Schüler mit zusätzlichem Schulsport begeistert und insgesamt eine Viertelmillion Menschen mit den Inhalten von „Fit am Ball“ erreicht. Im vergangenen Frühjahr haben wir uns dann gemeinsam mit dem Sponsor die Frage gestellt, wie man diese deutschlandweit sehr erfolgreiche Kampagne für mehr Schulsport in ganz Deutschland noch populärer machen könnte. Dabei entstand die Idee zu einem Weltrekordversuch – 3.000 Kilometer dribbeln in 100 Tagen. Guinness World Records, weltweit die Nummer eins für die Zertifizierung außergewöhnlicher Leistungen, war sofort begeistert von unserer Idee. Gemeinsam mit der Guinness World Records Zentrale in London entwarfen wir ein Regelwerk und ein „Zeugenprogramm“ für den Nachweis der Leistung, woran sich alle 200 Schulteams mit ihren knapp 10.000 gemeldeten Kindern halten müssen.


 

4) Welche Regeln müssen für den Weltrekord eingehalten werden?

Grundlegend ist, dass der Ball „fußballgemäß“ gespielt und an die folgenden Teams übergeben werden muss. Ein Torhüter im Team darf den Ball natürlich auch in die Hand nehmen. Damit wollen wir an Gefahrenstellen die Sicherheit garantieren. Es müssen auch mindestens drei Kinder pro Team unterwegs sein – meistens sind es allerdings zwischen elf und 100 Kinder pro Team. Verlässt der Ball die Strecke, muss er zurückgebracht und von dort weitergespielt werden. Wir haben insgesamt 100 Tage Zeit. Relevant ist die darin zurückgelegte Strecke.


 

5) Welche Philosophie steckt hinter diesem sozusagen pädagogischen Rekordversuch?

Wichtig ist, dass jedes Kind erkennt, dass es seine eigene, persönliche Leistung ins Team einbringen kann und muss. Alle 10.000 Teilnehmer sind aufeinander angewiesen: Nur wenn alle Kinder etwas leisten, kann jedes einzelne Kind am Ende Weltmeister werden. Mit sinnlichen Erfahrungen durch den Sport und die Bewegung sowie eine schnelle und direkte Anerkennung der Leistung lernen die Kinder, dass sie in einer solidarischen Gemeinschaft viel erreichen können. Das freundschaftliche Miteinander in jedem einzelnen Team sowie schließlich aller Teams entlang der Strecke über ganz Deutschland, bringt nur dann den Weltrekord, wenn ein Rädchen ins andere greift und sich die vielen Kinder und Teams als Gemeinschaft begreifen.


 

6) Welche Ziele verfolgt das Basis-Projekt „Fit am Ball“?

„Fit am Ball“ ist in erster Linie eine Direkt-Hilfe für Schulen, denen oft die Mittel und Wege fehlen, um ihre Schülerinnen und Schüler kindgerecht für mehr Bewegung in Schule und Freizeit zu begeistern sowie spielerisch zu einem reflektierten und ausgewogeneren Ernährungsverhalten zu bringen. Aber auch andere Module für die soziale und emotionale Entwicklung spielen eine Rolle. An über 1.500 Schulen in ganz Deutschland und Österreich haben wir zusätzlichen Schulsport eingerichtet, den wir mit Hilfe des Sponsors Intersnack finanziell und materiell sowie durch die Leistungen der Sporthochschule inhaltlich-didaktisch und organisatorisch unterstützen. „Fit am Ball“ ist aber auch eine auf Dauer, nachhaltig angelegte Kampagne, die neben der Direkthilfe für die Schulen auch andere Teile der Gesellschaft erreichen soll - insbesondere Eltern oder Kinder, die dem Sport noch nicht nahe stehen. Sie sollen mit den Hintergründen und Lösungen, die „Fit am Ball“ anbietet, zu einem aktiven Lebensstil animiert werden. Wir wollen Aufmerksamkeit für die Problematiken und Entstehungszusammenhänge von Übergewicht wecken. Für mehr Bewegung im Alltag der Menschen werben. Darin ist neben einer gesundheitsfördernden Wirkung auch die wesentliche Prävention gegen Übergewicht zu sehen. Schließlich ist es natürlich auch der Anspruch der Deutschen Sporthochschule Köln, für und durch „Fit am Ball“ weitere Erkenntnisse zum Thema Übergewicht zu gewinnen. Grundlegend forschen wir einerseits quantitativ-statistisch durch umfangreiche Einstellungstests an den Schulen. Ergänzt wird dies durch qualitativ-hermeneutische Untersuchungen auf der Basis von Beobachtungen und Analysen betroffener Familien durch das Institut für hermeneutische Sozial- und Kulturforschung Frankfurt am Main unter der Leitung von Universitätsprofessor Dr. Ulrich Oevermann.


 

7) Welche Erkenntnisse brachte die wissenschaftliche Begleitforschung von „Fit am Ball“ bislang hervor?

In erster Linie konnten wir ermitteln, dass das Projekt bei den Kindern und insbesondere bei den Mädchen die Freude an Bewegung allgemein und speziell am Fußball im hohen Maße steigern konnte. Kinder mit Migrationshintergrund und aus sozial schwächeren Milieus – die Gefahrengruppe Nummer eins für Übergewicht – zeigten ein signifikant verbessertes Selbstwertgefühl und bewegungsintensiveres Freizeitverhalten. Im Ernährungsteil von „Fit am Ball“ konnte besonders die Apfelschorle als geeigneter Durstlöscher als Alternative zu stark zuckerhaltigen Getränken etabliert werden. Die qualitativ-hermeneutischen Forschungen haben bisher unter anderem gezeigt, dass in vielen betroffenen Familien eine resignative, ja oft sogar depressive Grundstimmung herrscht. Übergewichtige Kinder sind häufig kontaktarm und leiden unter mangelnden Erfolgserlebnissen. Kompensiert werden kann dies kurzfristig am ehesten durch die Erfahrung sportlicher Erfolgserlebnisse in Freundschaftsgruppen – Programme wie „Fit am Ball“ sind unserer Einschätzung nach besonders geeignet, betroffenen Kindern zu helfen.
 

DSHS-Dozent Prof. Dr. Jürgen Buschmann (58) ist Leiter des Instituts für Olympische Studien der
Deutschen Sporthochschule Köln.

Am 7. Juni 2008 kommt „Fit am Ball 3000“ im Ziel in Basel an. Davor gibt es aber noch jede Menge interessanter Etappen, eine Übersicht über alle Etappen findest Du hier





Im Videotrailer von „Fit am Ball 3000” wird Dir der Dribbel-Weltrekord vorgestellt.